Warum Facebook für B2B Marketing (nicht) geeignet ist!

Viele sind der Meinung, dass Facebook nicht für B2B ( Business to Business) Marketing geeignet ist. Verwunderlich ist diese Theroie nicht. So gewinnen die meisten Unternehmer Ihre Kunden nicht bei Facebook, sondern in anderen Sozialen Netzwerken. Aber kann es auch ein Denkfehler sein oder eine falsche Strategie? Klar ist, dass die meisten über wenig Virales Marketing klagen. Die Posts verteilen sich schlecht.

Hier habe ich fünf grundlegende Fehler zusammen gestellt, die Unternehmer im B2B-Marketing bei Facebook oft begehen.

5 Fehler beim B2B Marketing mit Facebook
Social Media ist für alle Unternehmer wichtig

1. Glauben, dass Ihre Artikel einfach so geteilt werden.

Viele klagen darüber, dass ihre Blogartikel oder Produkte nicht ausreichend geteilt werden. Es ist auch verständlich und es gibt mehrere Gründe dafür.

Ein Grund ist, dass die Unternehmer meist ihr privates Profil nutzen und damit ihre Fanpage pflegen. Viele deren Freunde und Familie sind nicht selbstständig. Von daher ist in dessen Freundeskreis gar kein Interesse für Dienstleistungen und Produkte die an Unternehmen gerichtet sind. Dadurch wird man zwar die Artikel lesen oder sich die Produkte ansehen, aber nicht mit seinen Freunden „teilen“.  Um damit Erfolg zu haben, erfordert es schon ein großes Netzwerk bei Facebook.

Um die Unternehmer zum teilen zu bewegen, braucht man das richtige Netzwerk. Am besten sucht man gezielt nach Unternehmern, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die mit Ihren kompatibel sind. Als Beispiel: Ein Zulieferer für Druckerzeugnisse (Tassen, Kugelschreiber etc.) sollte sich mit Kontakten der Druckerhersteller umgeben. So können Ihre Fachbeiträge oder Produkte gleich zum Drucker empfohlen werden.

2. Überschriften und Einleitungen die das Teilen schon ausschließen

Überschriften wie „Mit dieser Methode haben Sie Erfolg“ oder „Mit diesem Produkt überholen Sie Ihre Konkurrenz“. Die Überschriften schließen ein Teilen schon von allein aus. Wenn ich einem Unternehmer einen Tipp geben möchte, wie nur er erfolgreich  wird, veröffentliche ich keinen Beitrag bei Facebook. Dann schreibt man eine persönliche Nachricht mit einem Link.

Sicher ist, dass einige Unternehmer einen Blick auf das Produkt, Dienstleistung oder der Methode werfen werden. Genauso sicher ist es aber, dass Sie dieses Produkt nicht „teilen“ werden. Denn in der Überschrift ist schon enthalten, dass es nur an den Empfänger gerichtet ist.

3. In den falschen Gruppen aktiv

Gruppen wie Kleinanzeigen für … , sind er für Konsumenten (B2C-Marketing) geeignet. Aber Gruppen, die mit Werbung für das eigene Unternehmen werben möchten, sind Ideal für das B2B-Marketing. In diesen Gruppen tummeln sich Unternehmer und kaum Konsumenten. Allerdings sollten Sie auch beachten, dass in diesen Gruppen Unternehmer zwar verstärkt aktiv  sind, aber wenig Beiträge lesen. Hier gilt nicht die Masse, sondern die Qualität. Mit kleineren Gruppen kann ein wesentlich höherer Erfolg erzielt werden. 

4. Chronik oder Fanpage?

Oft stellt sich im B2B-Marketing die Frage, ob eine Chronik oder eine Fanpage gepflegt werden soll. Generell ist eine Fanpage immer ratsam. Entgegen der Rechtssprechung der deutschen Gerichte, sind die Gefällt mir Angaben auf einer Fanpage, ein Anzeichen für Qualität und Aktivität.  In allen Branchen, in denen der direkte Kundenkontakt entscheiden ist, sollte zur Fanpage auch eine geschäftliche Chronik angelegt werden. Über die Chronik kann man sich mit seinen Kontakten direkt vernetzten und die Reichweite der eigenen Posts ist erheblich höher als bei einer Fanpage. Auch wenn im B2B-Marketing Vertrauen wichtig ist, sollte eine Chronik nicht unterschätzt werden. Da Facebook das Wort Freund verwendet, baut dieses, schon vom psychologischen Effekt her, mehr Vertrauen auf.

 

Man sollte aber auf alle Fälle die Chronik geschäftlich belassen. Irgendwelche Beiträge vom letzten Dorffest mit einem Bier in der Hand sind vielleicht unterhaltsam, aber in vielen Fällen nicht für eine Geschäftsbeziehung geeignet.  Generell können Bilder und Beiträge aus der Freizeit zu einer stärkeren Bindung führen. Man sollte aber darauf achten, dass Sie auch der Zielgruppe entsprechen und nicht angeberisch oder egoistisch  wahrgenommen werden. Das kann die entstandene Sympatie schnell zerstören.

5. „posten“ zu den Falschen Zeiten

Der letzte Punkt den ich anführen möchte, ist das „Posten“ zu falschen Zeiten. Bevor Sie ein „Post“ veröffentlichen, sollten Sie sich ausgiebig mit den Statistiken Ihrer Fanpage beschäftigen. Wann ist Ihre Zielgruppe aktiv? Welche Beiträge waren besonders erfolgreich? Wichtige Fragen sollte im Vorfeld geklärt sein, um eine optimale Reichweite zu bekommen. 

Facebook Beiträge planen
Planen Sie Ihre Beiträge!

Da es gerade im B2B-Marketing sehr stark von der Zielgruppe abhängig ist, wann diese aktiv ist, kann man keine generelle Zeit nennen. Veröffentlicht man Beiträge willkürlich, kann der Erfolg ausbleiben.

 

Man sollte in jedem Fall nach einem strukturierten Plan vorgehen. Planen Sie im Vorfeld, wann und was veröffentlicht werden soll. Stimmen Sie Ihren Plan mit Aktionen im Unternehmen ab. Der Vorteil liegt ganz klar in einem geringeren Zeitaufwand und Sie können auch außerhalb der Geschäftszeiten Ihre Beiträge veröffentlichen.

Nicht verallgemeinern!

Generell kann man nicht sagen, dass Facebook nicht für B2B-Marketing geeignet ist, denn Facebook macht in Deutschland Milliarden Umsätze und diese kommen von Unternehmern. Kaum ein Soziales Netzwerk hat so viele Unternehmer. Wenn man es richtig angeht, verteilen sich die Beiträge wesentlich effektiver. Vergessen Sie aber nicht, dass man sich auch mit seinen Kunden bzw. mit der Zielgruppe vernetzt und nicht nur auf einen hohen viralen Effekt hin arbeitet. Wer Paralell arbeitet, wird schon bald den Erfolg verspüren.


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Kommentare: 1
  • #1

    Grit Gehlen (Mittwoch, 18 Mai 2016 12:19)

    Vieles war mir nicht neu, aber immer wichtig, dass man es wieder in Erinnerung ruft. Ich feile gerade an den richtigen Posting-Zeiten....probiere derzeit viel abends aus, weil ich glaube, die Abendzielgruppe verpasse ich oft. Beste Grüße und gern mehr solche Hinweise!